II
[3]
BREITSCHEIDT, BERTA ANNA
* 2. 4.1918 in Borbeck
Paten: Anna Krämer geb. Breitscheidt, Wilhelm Schild, Schermbeck
oo 26.
9.1942 mit Wilhelm Pfeiffer in Essen-Bergeborbeck
* 30. 6.1914
+ 19. 4.1982
+ 27. 6.2009 (91) in Essen
II.
BREITSCHEIDT,
JOHANNA ANTONIA
* 20. 5.1904 in Bergeborbeck
oo 8.12.1950
mit Theo Meier in Essen-Karnap
* ?.12.1900
+ ?.11.1980
Kinder: Keine
+ 10. 7.1990 (86) in Rüdesheim-Assmannshausen
II.
BREITSCHEIDT, PETER JOHANN
* 21. 4.1906 in Bergeborbeck
oo 1. 3.1944
mit Martha Elpe in Wanne-Eickel
* 8. 4.1915
Kinder:
Brigitte, * 26.
9.1946 oo 9. 3.1976 mit Hans-Werner Banaszek, * 1. 8.1944,
+ 22.10.1979
Kinder:
Bianca, * 3. 8.1979
Stefanie, * 9. 6.1984
Ursula, * 31. 3.1950
oo 30.12.1976 mit Dietmar Borkmann, * 18. 5.1942
Kinder:
Nina, * 13. 6.1977
Gero, * 21. 7.1981
Teja, * 7. 8.1983
+ 30. 9.1988 (82) in Wanne-Eickel
II.
BREITSCHEIDT,
WILHELM ANDREAS ARNOLD
* 7. 3.1913 in Bergeborbeck
oo 15. 9.1947
mit Katharina Gottar in Rüdesheim
* 22. 6.1915
Kinder:
Willi, * 6. 7.1948,
oo 25. 9.1971 mit Renate Halm, * 14. 5.1951
Kinder:
Silke, * 23. 7.1972
Alexander, * 1. 6.1074
Peter, * 25. 8.1950, oo
16. 6.1977 mit Renate Altley, * ?. ?. ?
Kinder:
Stefanie, * 14.12.1979
Andreas, * 14. 8.1982
+ 3.10.1997 (84) in Rüdesheim-Aulhausen
III.
[6]
BREITSCHEIDT, PETER
* 2. 6.1880 in
Borbeck-Vogelheim
Paten: Peter Eulenbach, Anna Eulenbach
oo 6. 7.1903
mit Bertha Bungarten in Borbeck
* 9. 5.1884
+ 19.11.1970
Zeugen: Theodor Wirtgen (52), Bergmann Anton Breitscheidt (34),
Bergmann
Kinder:
Johanna Antonia, * 20. 5.1904 Borbeck, + 10. 7.1990 (86)
Assmannshausen
Peter Johann, * 21. 4.1906 Borbeck, + 30. 9.1988 (82) Wanne
Eickel
Johann, * 9.11.1909 Borbeck, + 16. 3.1925 (15) Borbeck
Wilhelm Andreas Arnold, * 7. 3.1913 Borbeck, + 3.10.1997 (84)
Aulhausen
Berta, * 2. 4.1918 Borbeck
Hermann Josef, * 1924 Borbeck, + Säugling
Beruf: Bergmann (1903, 1906), Fuhrunternehmer
Flaschenbierhändler (1915, 1931)
Wohnorte: Borbeck, Bottroperstr. 2, (um 1903) Bochold, Steegstr. 33, (1915? bis Lebensende)
+ 15. 9.1942 (62) in Essen Bochold
IV.
[12]
BREITSCHEID, WILHELM
* 14. 7.1836 in
Dasbach bei Neustadt/Wied
Paten: Wilhelm Weissenfels, Dasbach Anna Katharina Nassen,
Dasbach
oo 14. 6.1866
mit Veronica Eulenbach in Borbeck
* 29. 6.1839
+ 7. 9.1919
Zeugen: Johann Plaß Heinrich Sander
Kinder:
Edmund Wilhelm, * 15. 5.1867 Borbeck, + 16. 7.1867
Borbeck-Vogelheim
Anton, * 8.12.1868 Borbeck-Vogelheim Bergmann, 29. 3.1893 als
Reservist/Wesel 11. 7.1897 nach Altenessen umgezogen oo mit Maria
Häsel, keine Kinder
Johann, * 23.10.1870 Borbeck-Vogelheim, + 2.06.1917
Borbeck-Vogelheim, oo 6.10.1896 mit Rosa Reinke, Kinder: Wilhelm,
Hedwig, Veronika, Peter, Maria, Berta, Rosa u. Anna (Zwillinge)
7.11.1897 nach Altenessen umgezogen
Anna Maria, * 28.10.1872 Borbeck-Vogelheim oo mit Anton Krämer,
Kinder: Franziska, Wilhelm, Elisabeth, Josefine, Maria, Anton,
Berta, Bernhard, Anna
Arnold, * 16. 9.1874 Borbeck-Vogelheim am 27. 2.1895 von
Stoppenberg nach Vogelheim gezogen Schneidergeselle, 1. 7.1874
auf Wanderschaft nach Hamburg verzogen
Peter, * 2. 6.1880 Vogelheim
Stand: Tagelöhner (1857) Bergmann (ab 1867), Berginvalide (1896,1903)
Wohnorte: Bottroper Straße
- heute: Vogelheimer Borbeck B. 11, 165 (1896)
Zugezogen am 11. 2.1857 nach Borbeck-Vogelheim von Dasbach über Notscheid
Westerwald, wohnte bei Anton Eulenbach in Vogelheim. Am
18.02.1860 zog Wilhelm nach Stoppenberg, kam allerdings am 3.
3.1863 nach Borbeck-Vogelheim Nr. 154 zurück.
+ 21.11.1902 (66) in Borbeck-Vogelheim
V.
[24]
BREITSCHEID, JOHANN PETER
* 1. 5.1798 in
Dasbach
Paten: Johann Peter Schmitt, Siebenmorgen, Anna Gertrud Beckers,
Dasbach
oo 28.11.1826 mit Maria Catharina Eul
in Neustadt
* 1804/05
+ 18.11.1844
Zeugen: Jakob Breitscheid, Dasbach Johann Wilhelm Eul, Nassen
Kinder:
Anna Catharina, * 20.10.1827 Dasbach, oo 1852 mit Anton Eulenbach
Anna Eva, * 7. 9.1829 Dasbach
Wilhelm, * 14. 7.1836 Dasbach
+ 2. 8.1845
(47) in Dasbach als Witwer
hinterließ 7 minderjährige Kinder starb 4 Uhr nachmittags an
Brustkrankheit bestattet: 5. 8. in Neustadt
VI.
[48]
BREITSCHEID, JOHANN JACOB
* 26. 9.1758 in
Dasbach
Paten: Johann Jacob Eul Anna Catharina Schmitz
oo I. um 1785
mit Anna Timothea Kalscheid
* um 1760
+ 23. 3.1804
Kinder I:
Anna Maria, * 6.11.1785 Dasbach
Johann Matthias, * 3. 6.1788 Dasbach, + 10. 5.1825 Dasbach
Anna Catharina, * 18. 7.1791 Dasbach
Maria Catharina, * 4. 8.1794 Dasbach
Johann Peter, * 1. 5.1798??89?? Dasbach
Anna Eva, * 13.12.1801 Dasbach
als Witwer oo
II. 31. 7.1804 mit Elisabetha Gröbers Witwe aus Rhams
Zeugen: Gerhard Nassen, Dasbach, Peter Weißenfels, Neustadt
Kinder II:
Keine
oo III. ca. 1807 mit Anna Timothea Reiffershäuser
Kinder III:
Gerhard, * 25. 5.1808 Dasbach
Anna, * 4.10.1809 Dasbach
Peter, * 25. 4.1811 Dasbach
Peter Joseph, * 25. 4.1811 Dasbach, + 3. 1.1821 Dasbach
Anna Maria, * 27. 5.1819 Dasbach, + 15. 8.1830 Dasbach
Maria Anna, * 27. 5.1819 Dasbach
+ nach 1826 in Dasbach
VII.
[96]
BREITSCHEID, PHILIPP
* 1730 in Ober
Dasbach
oo 9. 2.1755 mit Johanna Magdalena Schmitz in
Waldbreitbach
* um 1735 Siebenmorgen
+ 24. 1.1795
Zeugen: Wilhelm Brückner, Homscheid, Wilhelm Schmitz,
Siebenmorgen
Kinder:
Anna Eva, * 18.11.1756 Dasbach
Johann Jacob, * 26. 9.1758 Dasbach
Anton, * 6. 3.1761 Dasbach
Johann Matthias, * 4. 1.1763 Dasbach
Johann Matthias, * 6. 6.1766 Dasbach
Zwillinge: Johann Peter u. Anna Maria, * 17. 4.1770 Dasbach
Anna Catharina, * 21.10.1773 Dasbach
+ 20.11.1792 (62) in Dasbach
VIII.
[192]
BREITSCHEID, JOHANN PETER
* 20. 2.1684 in Dasbach
oo um 1730
mit Anna Maria Hähn (Henn)
* um 1710
+ 11.12.1762
Kinder:
Agnes, * 22.12.1716 Dasbach
Johann Matthias, * 3. 3.1718 Dasbach
Philipp, * 1730 Ober Dasbach
Elisabeth Christina, * 24. 6.1723 Dasbach
Anton, * 17. 5.1726 Dasbach
Gerhard, * 2. 6.1729 Dasbach
+ 8. 8.1758 (62) in Breitscheid
Bei Taufe der Kinder Anton und Gerhard wird
Johann Peter mit Nachnamen Olligschläger genannt.
(Olligschläger ist eine Berufsbezeichnung für einen
Ölmüller bzw. eines Gehilfen der in einer Ölmühle tätig ist.)
IX.
[384]
BREITSCHEID, HEINRICH
* um 1650
oo um 1670 bis 1680 mit Anna aus Hochscheid
Kinder:
Philipp, * vor 1693 Dasbach
Elisabeth Barbara, * 29. 2.1681 Dasbach
Johann Peter, *20. 2.1684 Dasbach
Cölestin, * 13. 4.1687 Dasbach
Adolph, * 24. 7.1693 Dasbach
+ nach 1695
Familienname nach der Herkunft
Breitscheidt = Ort südlich Neustadt/Wied.
... scheid ist die altdeutsche Bezeichnung (sceida) für einen Bergrücken, von dem Wasser in unterschiedliche Richtungen abläuft. Die ca. 800 westdeutschen Ortsnamen auf -scheid "Scheide, Berg- oder Waldriegel", evtl. zur Siedlung ausgesondertes Land lieferte Familiennamen wie ...
EXKURS zu Breitscheid, Dasbach
Die der heutigen Verbandsgemeinde Waldbreitbach - vormals Amt Neuerburg zu Waldbreitbach - angehörenden Gemeinde Breitscheid umfasste als ehemalige Hunschaft Breitscheid mehr Gebiete als die heutige Gemeindegrenze. Ihre Grenze streifte südlich Waldbreitbach und Niederbreitbach an der Wied. Im Jahr 1660 zählten mit dem »Dorf Kurtscheid schließlich dem Hof Mertesacker eine festgefügte Einheit. Große Teile des eigentlichen Breitscheider Landes hatten die Begehrlichkeit fremder Herren geweckt. Es muss die Annahme zurückgewiesen werden, dass zu jener Zeit die Aktivitäten entscheidend bei den Vögten zu Panau (bei Neustadt) gelegen hätten. Diese gelangten im Wiedtal zu einem stattlichen Streubesitz. Aber dieser muss wohl eher als der südlichste Erwerb der Herren von Berg betrachtet werden.
Die erste Erwähnung des Breitbacher Minesterialgeschlechtes erfolgte 1155, als nämlich Herzog Mathäus von Lothringen sich gewisser Rechte bei der Jagdfrohnde entledigte und Gotfridus de Breitsceit als Zeuge auftrat. Auch 1157 war besagter Gotfried noch in der Zeugenpflicht, als Kaiser Friedrich I. dem Erzbischof Hillin (Trier) den Besitz der Abtei Maximilian bestätigte. Und 1158 bezeugte derselbe, dass Erzbischof Hillin von Trier den Streit der Abtei St. Marien über Güter zu Minheim gerichtlich beurkundete. Godefridus de Breidescheid konnte auch 1158 bezeugen, dass Kaiser Friedrich I. für das Kloster Rolandswert ein Diplom ausstellte.
Dieser Vorgang lässt es naheliegend erscheinen, dass das Breitscheider Land in früherer Zeit Reichsgut war, das dem erwähnten Ministerialgeschlecht derer von Breitscheid für treue Dienste von seitens des Kaisers als Lehnung zuteil wurde. Wahrscheinlich war es der Sohn Godefedus de Bretscheid, der im Jahr 1202 bezeugte, dass der Graf Gerhard von Ahr-Nurburg seinen Burgfrieden erneuerte. Und als Gerhard Graf von Are die Stiftung des Anniversars seines Vaters Ulrich in der Pfarrkirche zu Adenau im Jahr 1216 vermehrte, war wiederum ein Godefridus de Breitsceit als Zeuge anwesend. Immer noch ist von einem Ministerialen (S.Petri) Godefridus de Breitscheid im Jahre 1220 die Rede, als Herzog Matthäus von Lothringen gewisse Jagdrechte abtrat. Burggraf Arnold von Hammerstein verglich sich in Anwesenheit des Zeugen Wilhelmus de Broyseit (Breitscheid) im Jahre 1274 mit Sophie bezüglich des Rückkaufs des Hofes in Königsfeld bei Sinzig. Deutlicher wird das Breitscheider Herrschergeschlecht, das im Jahr 1307 - durch Hermann von Breitscheid - die in der Hunschaft Roßbach gelegenen Güter an den Deutschen Orden zu Waldbreitbach vermachte. Auf Andries von Breidscheid stößt man in einem niederisenburgischen Abgabebuch im Jahre 1459. Er und sein Sohn Peter waren den Isenburgern abgabepflichtig. Am 1. Januar schenkte Wolffhenge von Breitscheid dem Kloster Ehrenstein einen Busch in der »Grovell« Dabei trat ein Johann von Breitscheit, der Schöffe des Amtes Neuerburg, ebenfalls als Zeuge auf. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts Trennten sich die die Herren von Breitscheid endgültig von ihren Gütern, denn im Jahr 1660 sind sie nicht mehr nachweisbar. »Die zuvor erwähnten Herren von Breitscheid werden von allen namhaften Landeskundlern dem Breitscheid im ehemaligen Amt Neuerburg zugeordnet.
Wenn auch die Linie der Breitscheid-Neuerburg (Wied) recht früh - zu Beginn des 13. Jahrhunderts - begegnet, so ist dennoch eine verwandte Linie für das ehemalige Breitscheid (Breidscheid), im Kirchspiel Adenau gelegen, anzusetzen. Dort lag schon in frühester Zeit ein kurkölnischer Lehnshof, der noch im Jahr 1614/15 von dem kurkölnischen Erzbischof.
Es bleibt die Frage, wer denn nun die von Breitscheid beerbte. Im 17./18. Jahrhundert bildeten sich in Breitscheid drei große Höfe heraus (Heintz, Scharfenstein, Tröck). Im Gegensatz zu dem aus Oberlahr stammenden Peter Scharfenstein (etwa um 1750) war der im Jahre 1742 geborene Peter Heintz immer Sendeschöffe gewesen, ein Amt, das er von seinem Vater übernommen hatte und das er 1789 seinem Sohn Engelbert weitergab. Auch die Ortslage dieses Hofes könnte zu den Herren von Breitscheid weisen. Allerdings wird auch im 18. Jahrhundert der 1742 in Neubrunn geborene Adelige Georg Eugenius von Mertzenfeld in Breitscheid angetroffen, der ebendort die Witwe von Milberg heiratet.
Die Herren von Breitscheid gehörten als Ministeriale dem niederen Adel an. Sie hatten zunächst nur einen Einzelhof inne. Sie rodeten und bewirtschafteten das Land. Andererseits kamen weitere große Teile des Breitscheider, Verscheider und Dasbacher Landes gegen Ende des 13. Jahrhunderts in das Eigentum der Mant von Selbach, Limbach und Neustadt. Sie ließen manche Höfe anlegen. Besiedlungsgeschichtlich sind sie von größter Bedeutung. Auf sicherem geschichtlichen Boden stehen wir erst im Jahre 1471 (13. September), als der Mant von Selbach sich von großen Teilen Landes in der HUnschaft Breitscheid trennen wollten. Schon hatte Dietrich Mandt diese Güter zuvor besessen; nun verkaufte sie der Sohn, weil er in finanzielle Nöte geraten war. Diese Güter wurden stets als die des Kirchspiels Breitbach zusammengefasst. Als Käufer der Mant'schen Besitzungen trat Wilhelm von Nesselraid auf, dessen Familie das Amt Neuerburg als Amtmann etwa 100 Jahre innehaben wird. Auch der Verscheider Hof (Armenhof) war nunmehr im Eigentum der Nesselroths. Somit gelang das Breitbacher Land großenteils in die Ausstattung der damals neu gegründeten Pfarrei Ehrenstein (1486). Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts wird das Breitscheider und vor allem Verscheider Land von dem Schicksal der Ehrensteiner Herren (Kreuzherren) abhängen. Die Kreuzherren trachteten auch danach, ihren Landbesitz dem Amt Neuerburg zu entfremden. So war zeitweise von dem »kirpell muckenheltenl ihr Begehren vor, in den Abgaben den anderen Neuerburgern und insbesondere den Kurtscheidern gleichgestellt zu werden; sie beklagten sich nämlich im Jahre 1772 bei dem Grafen und verwiesen auf die Abmachung aus dem Jahr 1683, die erhebliche Erleichterungen für Neuerburg gebracht hatte. Doch der Graf wollte einem solchen Ansinnen nicht stattgeben.
Die geschichtlichen Anfänge von Dasbach sind gut feststellbar; denn am 20. Januar 1489 verkauften Johann Kluppel von Dasbach und seine Frau Guytgin von Oeverlair (Oberlahr) dem Henrich von Crumbach und seiner Frau Druytgen zwei Malter Hafer aus ihrem Gut zu Dasbach. Diesen Vertrag siegelten auch der Junker Philip Rouffer, der Räuber genannt wurde, und der Kunker Peter Munt, wobei die Namen Munt und Mant gleichzusetzen sind. Also waren die Mant gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Dasbach begütert. Doch ändert sich die Lage schon am 11. November 1513. als dem Kloster Ehrenstein die von Kluppel entstandenen Malter Hafer vermacht wurden. Das Dasbacher Land ist unstrittig ein ehemaliges Land der Limbacher oder Seelbacher Mant. Im Jahr 1660 musste der Johann aus Dasbach für seine Ölmühle das Wassergeld bezahlen. Später konnte der Graf zu Wied einige wenige Ländereien an sich bringen. Zwischen 1823 und 1863 wurden diese Ländereien dem Gerhard Nassen zu Dasbach verpachtet.
Orte:
Zu der Hunschaft Breitscheid gehörten seit alters die Orte Hochscheid, Gersthahn, Bleischeid, Elsbach, Breitscheid, Nassen, Fockenbachsmühle, Dasbach, Siebenmorgen, Hollig, Goldscheid, Verscheid, bis 1671 auch Kurtscheid und Escherwiese. Die Breitscheider Hunschaft war mit 1172 Morgen die größte des Amtes Neuerburg, das insgesamt 3307 Morgen umfaßte. In dieser Hunschaft befand sich schon im Mittelalter eine Ölmühle, für die im Jahre 1660 ein Johannes von Dasbach zuständig war. Diese Ölmühle lag aber im Siebenmorgener Bereich.
Einer der insgesamt zwei Höfe in Nassen wurde bei der Ritterschaft versteuert. Er wurde 1660 von Heinrich und Johann zu Nassen bewirtschaftet und umfasste 13 Morgen Ackerfläche, weshalb die Eigentümer zwei Ochsen hielten. Im Jahre 1817 hatte Nassen 28 Einwohner; dies deutet auf zwei bis drei Häuser hin. 1843 wies der Weiler Nassen schon sieben Häuser mit 39 Einwohnern auf. Die beiden Höfe in Nassen hatten 1660 eine Hoffläche von zwei Morgen und 11 Ruten. Die damaligen Flurbezeichnungen in der Gemarkung Nassen: Bißers hahn, Eifen hahn, aufm Bitzenmich, Lentzheide, Eichhohen, im Giersen. Alle diese Flurstücke machten insgesamt 60 Morgen aus. Um 1820 hatte die Familie Schönebeck den Nassener Hof zeitweise inne.
Ferner hatte der Freiherr von Nesselrath in der Breitscheider Hunschaft eine Wiese inne, das Haus Neuerburg 60 Morgen Wiese, die Kirche zu Waldbreitbach zwei Wiesen, der Commendenhof auf dem Acker 5 Morgen Wiese und der Hof Nassen 5 Morgen. Wie viele Häuser der Ort Breitscheid von den 36 der Hunschaft hatte, wurde im Jahr 1660 bei der Landvermessung nicht angegeben. Mit Blick auf den gesamten Ort heißt es stets »obig den Höfen« Im Jahre 1817 heißt es, daß Breitscheid eine Mühle habe und 184 Einwohner zähle. 1843 waren es 36 Häuser mit 180 Einwohnern. »Der heutige Ort Dasbach verfügte 1660 nur über einen einzigen Hof. Es muss zweifelhaft bleiben, ob dieser Hof eine Gründung des Geschlechtes von Dassel ist. Die Wiesen lagen damals »am buhr biß ahn den geißhahn« Die Felder erstreckten sich - 90 Morgen umfassend - in Richtung Siebenmorgen; außerdem gab es das »langefelt Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. alten garten« Aus den Aufzeichnungen des Waldbreitbacher Apolinarishofes in der unmittelbaren Nähe zur heutigen Pfarrkirche geht hervor, dass etwa um 1650 - nach dem Schriftbild zu urteilen - die Eigentümer des Dasbacher Hofes ein Clos und Piter waren. Sie schuldeten »amals den Apolinarishof insgesamt acht Reichstaler und das Botengeld. Der Ort Dasbach zählte 1817 insgesamt 26 Einwohner und hatte eine Ölmühle. Die sieben Familien im Jahre 1750 hießen Karthaus, Steinebach, Scholl, Heck, Holl, Rahms, Breitscheid.
Die Menschen in und um Breitscheid fanden verhältnismäßig spät zu verschiedenen Gewerben. Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf das Jahr 1852 (in Klammern zunächst 1855, dann 1861). Damals gab es noch keinen Wagner und Metzger. Im Jahre 1855 meldeten zwei Bäcker ihr Gewerbe an. Bis 1852 stößt man auch auf zwei Korbmacher. Schuster 5 (7,5), Schneider 2 (2,2), Schreiner 2 (1,1). Im Jahr 1852 gab der Klempner sein Gewerbe auf. Maurer 2 (3,0). In der Gemeinde Breitscheid lebten damals 54 Bauern ausschließlich von der Landwirtschaft; 16 von ihnen bewirtschafteten zwischen 30 und 50 Morgen (magdeburgisch). 20 Familien betrieben die Landwirtschaft nebengewerblich.
Exkurs zu Breitscheidt, Bergeborbeck, Bochold
Als in den Jahren nach 1845 die neue Eisenbahnlinie von Köln nach Minden gebaut wurde, führte sie notwendiger Weise und wirtschaftlich erforderlich durch das Emschertal. Hier lagerten tief in der Erde gewaltige Kohlenvorräte. Erst weinige Jahre vorher war es technisch möglich geworden, diese Kohlenfelder zu erreichen und aufzuschließen.
Die schwarze Energie die auf den Zechen Carolus-Magnus, Emscher und Emil, Amalie und Wolfsbank gewonnen wurde, zog wie ein Magnet neue Industriewerke an. In kurzer Zeit standen neben den Zechen das große Eisen- und Hochofenwerk "Phoenix", die Zinkhütte "Vieille Montagne" und die "Borbecker Maschinenfabrik und Backofenbau". Das alles versprach goldene Zeiten für eine Eisenbahngesellschaft und mit Eifer trieb man den Bau der Bahnstrecke voran. Bahnhöfe und Haltestellen wurden eingerichtet, die selbstverständlich alle einen Namen bekamen. Ein Bahnhof, an einem besonderen Brennpunkt der Industrie gelegen, bekam den Namen "Berge bei Borbeck" nach dem adeligen Rittersitz Haus Berge, der gleich in der Nähe lag. Dieses Ereignis im Jahr 1847 war die Geburtsstunde und Taufe eines neuen Ortes, den es vorher nicht gegeben hat. Vorher waren hier die Gemarkungen Bochold und Vogelheim. Das Land war ziemlich dünn besiedelt. Die Menschen lebten ausschließlich von der Landwirtschaft. In Vogelheim gab es dazu eine ertragreiche Fischerei. Die Emscher und Berne, eine Anzahl kleinerer Bäche und Teiche hatten - das klingt heute unglaublich - kristallklares Wasser. Aber sonst geschah nicht viel in diesem Lande vor der Zeitwende um 1845. Es gab hier keine besonderen Ereignisse, die man in die große Weltgeschichte einordnen könnte. Es gab nur ein paar große Bauernhöfe, Landsitze und Güter, deren Familiengeschichte sich manchmal gut verfolgen lässt - wenn es auch nicht immer eine erquickliche Geschichte ist. Zu diesen Landgütern gehörte auch der erwähnte adelige Rittersitz Haus Berge. Seine Geschichte ist bis etwa 1500 bekannt. Das Haus Berge war ein Wasserschloss und stand auf Pfahlroste. Zwei oder drei Mühlen, abhängige Güter, die Jagd- und Fischereirechte und allerlei andere Privilegien gehörten noch dazu. Doch von 1500 an ging es mit dem großen Besitz eigentlich schon bergab. Die Familie saß in verschiedenen Linien verstreut auf den einzelnen Höfen und wenn es einmal wieder ans Erben ging, gab es erbitterten Streit. Richtig schauerlich nach Art der Ritter wurden diese Streitigkeiten ausgefochten: mit Fehde und Urfehde, Eid und Schwur, Blut und Rache. Als um 1840 die Industrialisierung im Emschertal begann, war Graf Ottemar von der Recke-Vollmarstein Herr auf Haus Berge. Der Graf hat den endgültigen Untergang des Hauses wohl kaum mit Freude gesehen. Es gab in seiner Zeit zu viele Querelen, Ärgernisse und Auseinandersetzungen, die er gern mit zorniger Faust bereinigt hätte. Als Repräsentant der kleinen, gerade entstehenden evangelischen Gemeinde mitten im katholischen Borbeck war er zudem weiteren Anfechtungen ausgesetzt. Im Jahre 1858 brannte das Schloss aus ungeklärter Ursache mit dem reichhaltigen Familienarchiv vollständig ab. Obwohl es dann wieder sehr schnell aufgebaut wurde, zog der adelige Herr fort. Große Ländereien hatte er an die Industrie verkauft, was übrig blieb, Haus und Hof, erwarb der Essener Landrat Devens. Jetzt hatte das Gut nur noch fünfundzwanzig Morgen Land. Von der ehemaligen Größe war das ein winziger Rest. Es gab in Berge nichts mehr zu jagen, die Emscher, Bäche und Teiche waren längst verschmutzt.
Die Schwestern von der heiligen Elisabeth machten dann 1868 einen neuen Anfang. Sie kauften den Restbesitz und richteten hier das erste Krankenhaus auf Essener Gebiet ein. Noch heute ist es eine Abteilung des Essener Elisabeth-Krankenhauses. Im gleichen Jahr wurde auch das Waisenhaus gegründet. Um dieses Krankenhaus herum konzentrierte sich schnell das wirtschaftliche, religiöse und gesellschaftliche Leben im jungen Ortsteil Berge bei Borbeck. Die erste katholische Gemeinde (14. 9.1868) hielt ihren Gottesdienst noch in einem früheren Schafstall des Gutes ab. Aber schnell wurde für ein neues Gotteshaus gespart. Immer neue Menschen suchten in Berge Arbeit und Brot, die Gemeinde wuchs von Jahr zu Jahr. In knapp zehn Jahren sammelten die Gemeindemitglieder sehr viel Geld (100 000 Goldmark). Der Kirchenneubau konnte bald beginnen. Die beiden schlanken, hohen Türme vollendeten um 1900 das Bauwerk. Eine Schule und später ein Kindergarten gehörten dazu. In der gleichen Zeit hatte der Bahnhof eine große, wirtschaftliche Bedeutung gewonnen. Er hieß bald Bergeborbeck und auch die Post übernahm diesen Namen für den Amtsbezirk. Bahnhof und Kirche lagen in enger Nachbarschaft. Hierher zog nun alles, hier baute und siedelte sich an, wer und was in Bergeborbeck leben und wachsen wollte. Ein großes Hotel "Kronprinz" wurde noch vor der Jahrhundertwende gebaut. Geschäfte wurden eröffnet und Wohnstraßen entstanden gleichsam über Nacht. In wenigen Jahrzehnten war ein neuer Ort, der Stadtteil Bergeborbeck entstanden. Bergeborbeck hat keine städtische Tradition und kaum geschichtlichen Hintergrund. Bergeborbeck ist ein (Stief-) Kind der Industrie, für das es nie ein städtebauliches Konzept gegeben hatte. Es wurde immer gebaut, was und wie (es) zweckmäßig und notwendig schien. Dennoch gab es in Bergeborbeck seit 1840 viele hundert Familiengeschichten. Es sind bittere und harte Geschichten. Tausende Menschen zogen, von der Industrie angelockt, ins Emschertal, um hier eine Lebensexistenz zu finden. Von manchen der Alteingesessenen wurden sie von oben herab beobachtet, verspottet und belächelt. Der Bürgermeister von Borbeck Anton Hermann Peán beschreibt in der Gemeinderatssitzung vom 16.Juli 1856 die Zustände:
Die hierher gehörigen Forensen*, Bergwerks-, Fabrik- und Hütteneigenthümer verdanken ihre Größe wie ihren Reichthum der Gemeinde Borbeck als dem Contrapunkt verschiedener belangreicher Industriezweige. Die anhaltende Zunahme der Bevölkerung, besonders auch die rasch fortschreitende gewerbliche Entwicklung, welche die großartigsten Arbeitskräfte erfordert, die wegen Mangels an solchen selbst vom Auslande hierher gezogen werden, ist auch übrigens ihr Werk. Keinerlei Beisteuer irgendeiner Art hat die Gemeinde von diesen Industriellen bisher zu beziehen, wohl aber immense Ausgaben, hervorgerufen durch ihre Etablissements, zu bestreiten gehabt. Diese auswärtig wohnenden Notabilitäten oder Actien-Gesellschaften leisten zu den diesseitigen Communal-, Armen-, Schul- und Kirchenbedürfnissen nicht den geringsten Zuschuss, sie beschweren vielmehr durch aus nah und fern scharenweise herbeigezogene Arbeiter mit ihren Proletarier-Familien unseren Bezirk gar sehr, während sie von hier aus ihre Schätze vermehren. Solange nur den Geschäften reiche Absatzquellen geboten werden, finden ihre Arbeiter, verheiratet oder ledige zu Tausenden Arbeit auf den Hüttenwerken, Zechen etc. Beim Eintritt einer ungünstigen Conjunktur werden dieselben ohne alle Nachsicht an die Luft und was das Schlimmste ist, außer Brot gesetzt. Eine natürliche Folge dieser Prozedur ist die schwere Belastung der bürgerlichen Armen- resp. Communalfonds, da unmittelbar nach der Arbeitslosigkeit bittere Nothstände vorherrschen und Unterstützungen, die erheblich und immer zahlreicher werden, nicht zu umgehen sind.
Außer den verschiedenen Krankheitsarten, von welchen ein zu 3/4 der durchaus dürftigen Arbeiterklasse angehörigen Seelenzahl der Sammtgemeinde von 1865 heimgesucht wird, ist die Commune reich an Unglücksfällen und schweren Körperverletzungen. Diese finden ihre Entstehung in dem mit vielfacher Gefahr verknüpften Zechen-, Hütten-, Fabrik- und Lokomotivenbetrieb.
Jahrelang muss dann die Gemeinde den in außerordentlicher Zahl sich mehrenden siechen und verkrüppelten Leuten samt ihren Angehörigen aus öffentlichen Mitteln in genügender Weise aushelfen, da von denjenigen Gewerbetreibenden, welche jene zu ihren finanziellen Zwecken ausgebeutet haben, wenig oder nichts geschieht. Bei augenblicklich vorkommenden Todesfällen müssen Witwen und Waisen auf den Armenfonds übernommen werden.
*Fremder, hat Grundbesitz und Geschäfte in der Gemeinde, seinen Wohnsitz aber außerhalb, wo er auch seine Steuern zahlt.
Der Bau des Rhein-Herne-Kanals um die Jahrhundertwende, die Errichtung des Walz- und Hochofenwerkes am Kanal durch die Fa. Krupp in den Jahren 1925/26 und der Bau eines Stichhafens durch die Stadt Essen waren weitere Abschnitte auf dem Weg der Industrialisierung.
Einige Daten zu Ereignissen in Bergeborbeck 1933 - 1945
9./10.11.1938 Die jüdischen Geschäfte rings um die Zinkhütte werden wie überall in Deutschland mutwillig zerstört.
1.9.1939 Der II. Weltkrieg bricht aus. Viele Bergeborbecker werden zur Wehrmacht eingezogen. Mädchen und junge Frauen werden teils als Telefonistinnen, teils als Flakhelferinnen oder Rote-Kreuz-Schwestern eingesetzt. Das Kloster Haus Berge wird eine Rettungsstation. In den Jahren 1940/41 errichtet man eine unterirdische Rettungsstation auf dem Gaufeld. 5.8.1941 Das St. Johannes-Stift der Salesianer, Borbecker Straße 15 (heute Theodor-Hartz-Straße), wird durch die Gestapo geschlossen. Die hier tätigen Patres müssen innerhalb weniger Stunden das Haus verlassen und erhalten Aufenthaltsgebot für das Haus der Saleseaner in Helenenberg/Trier. Grund: Man bewertet ihre Tätigkeit als einen Versuch, die Jugend "der Kirche zu erhalten"
26.3.1942 Um 23 Uhr schlägt eine Bombe in das Haus Zinkstraße 9 ein. Insgesamt werden 14 Menschen getötet. 22. 4.1942 Stellvertretend für die zahlreichen jüdischen Menschen, die aus Bergeborbeck den Weg in die Vernichtung antraten, sei genannt Engelbert Ayon, Spielstraße 6. Der damals erst 17jährige Junge wird nach Izbica verschleppt. 23.8.1942 Peter Theodor Hartz, Direktor des am 5.8.1942 geschlossenen St. Johannes Stift der Salesianer, ist im KZ Dachau umgekommen. Am 5.6.1942 hatte das Reichssicherheitshauptamt gegen den nach der Schließung des Hauses in Borbeck nunmehr in Helenenburg/Trier wohnenden Saleseanerpater "Schutzhaft und Überführung in das Konzentrationslager Dachau" angeordnet. Die Urne mit der Asche des Toten wurde auf dem katholischen Friedhof an der Hülsmannstraße in der Gruft der Salesianer beigesetzt. 12.3.1943 Bergeborbeck erleben den verlustreichsten Großangriff alliierter Luftstreitkräfte. Im Totenbuch stehen die Namen von 150 Menschen. Unter den Toten befanden sich 82 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Fast alle waren in Lagern rund um die Zinkhütte untergebracht gewesen. (Gaufeld, Sulterkamp, Heegstraße, Haus-Berge-Straße, Spenlenstraße)
26.7.1943 Erneuter Großangriff alliierter Luftstreitkräfte auf Borbeck. 108 Tote werden später gezählt. Wieder sind 51 Kriegsgefangene unter den Toten. Im Kriegsgefangenenlager Lüscherhofstraße waren es allein 20 Männer und 14 Frauen aus der Sowjetunion. 26.3.1944 Ein neuer Luftangriff auf Borbeck fordert 73 Menschenleben, unter ihnen 32 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, vorwiegend aus der Sowjetunion.
25.10.1944 Gegen 15 Uhr bebte in Borbeck die Erde. Ein Tagesangriff der alliierten Luftflotte kostete 147 Menschen das Leben. Überall fallen Bomben und sterben Menschen. Es ist der schrecklichste Angriff des Krieges. Aus der Liste des Schreckens einige grausige Begebenheiten rund um die Zinkhütte: Im Stollen an der Stolbergstraße werden 20 Menschen getötet. Der von Bomben getroffene Asbeck-Bunker, nahe der Bergmühle, begräbt 15 Menschen unter sich. Im Stollen an der Neustraße kommen 7 Menschen ums Leben. Nach 1162 Fliegeralarmen mit 272 Angriffen sind in Groß-Essen fast 7000 Menschen ums Leben gekommen. 960 davon auf Borbecker Gebiet. Unter ihnen befanden sich 198 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Die Borbecker Sterbebücher auf dem Standesamt von 1940 - 1945 sind eine Chronik des Schreckens. 10.4.1945 Amerikanische Truppen besetzen Borbeck. Zwar ist der Krieg noch nicht zu Ende, aber fortan schweigen die Waffen, fallen keine Bomben mehr.
Steegstraße: benannt am 8.10.1896 Die Straße begann früher an der Bocholder Straße und endete vor einem kleinen Bach, der die Grenze zwischen Borbeck und Bocholt bildete. Über einen Steg gelangte man auf einen Fußweg, der zur Germaniastraße führte.